Prostatakrebs - Symptome, Vorsorge und Behandlung

Das Prostatakarzinom ist bei Männern in Deutschland der häufigste bösartige Tumor. Eine Erkrankung erfolgt meist erst im höheren Alter, aber eine frühzeitige Auseinandersetzung ist äußerst sinnvoll. Es gilt: Je früher Prostatakrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Lass uns deshalb einen genaueren Blick auf das Thema werfen.

Krebsvorsorge
12. OKT 2025 · Von vivatura
Prostatakrebs - Symptome, Vorsorge und Behandlung

Prostata - kleine Drüse mit großer Bedeutung

Die Prostata wird auch Vorsteherdrüse genannt und ist eine männliche Geschlechtsdrüse, die etwa kastaniengroß ist und unterhalb der Harnblase liegt. Als inneres Geschlechtsorgan produziert sie einen Teil der Samenflüssigkeit. Das Sekret hält die Samenzellen beweglich und verhindert den Abfluss von Urin während des Samenergusses, daher ist die Prostata für Fortpflanzung wichtig. 

Ursachen und Risikofaktoren

Das Alter ist ein großer Faktor, ab dem 50. Lebensjahr steigt das Risiko einer Erkrankung deutlich. Über die Zeit kann sich die Prostata verändern oder vergrößern, was zunächst natürlich ist, allerdings kann es zur Bildung bösartiger Zellen kommen.

Sind bereits Familienmitglieder betroffen, beispielsweise Vater oder Bruder, so ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, ebenfalls zu erkranken. 

Auch ein ungesunder Lebensstil, schlechte Ernährung, Bewegungsmangel, Rauchen oder übermäßiger Alkoholkonsum können schädlich sein.

Die genauen Ursachen von Prostatakrebs sind noch nicht vollständig erforscht, aber auch hormonelle Einflüsse, vor allem das männliche Geschlechtshormon Testosteron, können das Wachstum von Prostatakrebszellen fördern.

Symptome erkennen

Zu Anfang treten meist keine Beschwerden auf, weshalb regelmäßige Vorsorge erneut an Bedeutung gewinnt. 

Im Laufe können häufiger oder erschwerter Harndrang oder ein schwacher Harnstrahl Anzeichen sein. Blut im Urin oder der Samenflüssigkeit sind ebenfalls mögliche Erscheinungen, so wie Schmerzen im Beckenbereich oder unterem Rücken.

Da auch eine natürliche Prostatavergrößerung möglich ist, müssen genannte Symptome nicht zwangsläufig auf Krebs hinweisen. Ein Besuch beim Arzt oder der Ärztin sorgt an dieser Stelle für Klarheit.

Vorsorge und Diagnose

Ab 45 Jahren bietet die gesetzliche Krankenkasse Männern eine jährliche Vorsorgeuntersuchung an. Bei familiärer Vorbelastung sollte die Vorsorgeuntersuchung bereits mit 40 Jahren erfolgen. Beim Urologen wird eine tastende Untersuchung der Prostata über den Enddarm durchgeführt.

Auch ein PSA-Test kann zur Vorsorge beitragen. Mit dem Bluttest lässt sich der Gehalt des prostata-spezifischen Antigens gemessen werden.

Bei Auffälligkeiten sollte dann eine genauere Ursachenforschung erfolgen, darunter zum Beispiel ein Ultraschall oder eine Gewebeprobe.

Das Risiko einer Erkrankung lässt sich durch einen gesunden Lebensstil senken. Ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und wenig Alkohol und Nikotin sollten daher Priorität haben. 

Behandlungsmöglichkeiten

Je nach Stadium und Patient kann die Therapie variieren. Zu den wichtigsten Behandlungsformen gehören zunächst die Operation zur Entfernung der Prostata, aber auch die gezielte Bestrahlung der Krebszellen. Um das Tumorwachstum zu bremsen, können auch Hormon- und Chemotherapie zum Einsatz kommen. Sollte der Tumor langsam wachsen, kann es sinnvoll sein, zunächst regelmäßige Kontrollen anzusetzen, statt sofort zu behandeln.

Prostatakrebs ist ernst - aber nicht unbesiegbar. Die Heilungschancen stehen gut, wenn die Krankheit früh erkannt wird. Deshalb sollte jeder Mann die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen. Offenheit und Aufklärung sind der beste Weg, Angst abzubauen und Leben zu retten. Also scheue Dich nicht, Vorsorgeangebote anzunehmen!

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