Kinderwunsch - Probleme bei der Schwangerschaft

Oft spielt unser Körper ein kleines Versteckspiel. Hormonelle und ovulatorische Störungen, können den Eisprung behindern oder sogar ganz ausbleiben lassen. Dies führt zum einen zu Zyklusunregelmäßigkeiten, Eizellen wachsen nicht ordentlich heran oder auch der Cervixschleim für die Einnistung kann nicht ausreichend aufgebaut werden. Das erklärt, warum der natürliche Rhythmus manchmal durcheinander gerät und der ersehnte Schwangerschaftsmoment auf sich warten lässt. Hier lohnt es sich, den Hormonhaushalt, aber auch die Schilddrüse, einmal genauer unter die Lupe zu nehmen – oft offenbaren sich dabei die unsichtbaren Stolpersteine auf dem Weg zum Wunschkind. Eileiter, Endometriose und andere kleine Rätsel …

Kinderwunsch
12. JUN 2025 · Von vivatura
Kinderwunsch - Probleme bei der Schwangerschaft

Der Kinderwunsch ist oft ein Herzensprojekt – doch was, wenn es länger dauert als erhofft? Wissenschaftliche Leitlinien empfehlen, dass Paare, die über einen Zeitraum von zwölf Monaten regelmäßig ungeschützten Geschlechtsverkehr haben, ohne schwanger zu werden, genauer hinschauen sollten. Bei Frauen ab 35 Jahren wird diese Marke sogar schon nach sechs Monaten als Grund zur intensiveren Auseinandersetzung gesehen. Das bedeutet nicht, dass sofort Panik ausbrechen muss – vielmehr ist es ein guter Zeitpunkt, um gemeinsam in Ruhe über Ursachen und mögliche nächste Schritte nachzudenken. Übrigens, bei jedem siebten Paar erfüllt sich der Kinderwunsch nicht ohne ärztliche Unterstützung.

Hier erfährst Du die häufigsten Ursachen bei Frauen, die den Kinderwunsch erschweren:

Warum werde ich nicht schwanger?

Das Mysterium der Hormone

Manchmal liegt das Problem buchstäblich im Weg – in Form von tubalen Faktoren. Eine Verklebung der Eileiter, aufgrund von unerkannten Infektionen, Verwachsungen oder Endometriose verhindert, dass Spermien und Eizelle sich finden. Die häufigste Ursache für sogenannte Eileiterverschlüsse sind übrigens Chlamydien. Leider ist es mit einer normalen Ultraschalluntersuchung bei Deiner Gynäkologin / Gynäkologen häufig schwer feststellbar, wie durchgängig Dein Eileiter ist. Hier müssen schon spezielle Untersuchungen mit Kontrastmittel oder eine Bauchspiegelung vorgenommen werden.

PCO-Syndrom

Bei dem PCO-Syndrom (PCOS) wachsen Eizellen manchmal unvollständig heran, so dass es zu keinem Eisprung kommt. Häufig sind eine große Anzahl Follikel zu sehen. Dies führt zu einem unvollständigen Zyklus, Progesteron wird nicht in ausreichender Form gebildet und es kommt zu fehlenden Perioden oder sehr langen Zyklen. Das PCOS lässt sich mit einer Hormonanalyse detektieren.

Ein Abbild einer Gebärmutter, gehalten von zwei Frauenhänden.

Endometriose

Endometriose ist tatsächlich mit über 10% die häufigste Ursache bei Kinderwunsch, der erstmal nicht von allein erfüllt wird. Endometriose ist eine Erkrankung, bei der Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter wächst. Diese fehlplatzierte Schleimhaut kann zu chronischen Entzündungen, starken Schmerzen und langfristig auch zu Fruchtbarkeitsproblemen führen. Häufig ist durch Endometriose die Eizellreifung und Eizellqualität vermindert. Endometriose lässt sich nach eingehender Diagnose durch eine Bauchspiegelung entfernen.

Polypen

Polypen in der Gebärmutter sind gutartige Wucherungen der Schleimhaut, die den normalen Ablauf des Menstruationszyklus stören können. Sie können das Implantationsumfeld verändern und somit die Einnistung einer befruchteten Eizelle behindern. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Schwangerschaft reduziert, was zu einem unerfüllten Kinderwunsch beitragen kann. Oftmals können Polypen im Rahmen von Untersuchungen wie dem Ultraschall diagnostiziert und dann medikamentös oder chirurgisch behandelt werden, um die Chancen auf eine Schwangerschaft zu verbessern.

Myome

Myome sind gutartige Wucherungen, die aus dem Muskelgewebe der Gebärmutter entstehen. Sie können die normale Struktur und Funktion der Gebärmutter beeinträchtigen und so den Einbau einer befruchteten Eizelle verhindern. Außerdem verändern Myome das hormonelle Milieu, was die Einnistung zusätzlich erschweren kann. In manchen Fällen führen sie auch zu starken Schmerzen und Blutungen, was den Kinderwunsch weiter kompliziert und eine entsprechende Behandlung erforderlich macht.

Ab 30 sinkt die Eizellenreserve

Auch darf auch das Alter nicht unerwähnt bleiben: Die Fruchtbarkeit sinkt bei Frauen ab etwa 30 Jahren kontinuierlich und sorgt dafür, dass sich die Anzahl der Eizellen verringern, deren Eizellenqualität sinkt und genetische Auffälligkeiten bei Eizellen zunehmen. Dies führt zu einem zunehmenden Risiko von Fehlgeburten. Umso wichtiger ist es, dass Du Dich rechtzeitig kümmerst und Dir Hilfe holst. Ein guter erster Indikator über die vorhandene Eizellenreserve ist der AMH-Wert. Dieser sollte ab dem 30. Lebensjahr einmal jährlich gecheckt werden.

Lebensstil – mehr von gesunden Sachen

Der Lebensstil spielt eine entscheidende Rolle bei der Fruchtbarkeit, da Faktoren wie Ernährung, Bewegung und Stress direkt den Hormonhaushalt beeinflussen. Über- oder Untergewicht kann den Zyklus stören und die Chancen auf eine Schwangerschaft verringern, während eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Mikronährstoffen die Eizellqualität verbessert. Rauchen, Alkohol und Umweltgifte wirken sich negativ auf die Fortpflanzungsorgane aus und können die Fruchtbarkeit beider Partner reduzieren. Zudem zeigen Studien, dass chronischer Stress die Hormonbalance verändern und den Eisprung beeinträchtigen kann. Ommm

Auf in den nächsten Schritt!

Der Weg zum Wunschkind mag manchmal steinig erscheinen, doch mit einer Kombination aus Selbstreflexion, offener Kommunikation und moderner Medizin könnt Ihr die Herausforderungen Schritt für Schritt meistern. Informiere Dich, sprecht miteinander und vertraue darauf, dass Ihr gemeinsam die richtige Lösung findet.

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