Darmkrebs - Früherkennung, Symptome und Vorsorge
Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland und betrifft sowohl Männer als auch Frauen. Die positive Nachricht: Wird der Darmkrebs frühzeitig erkannt, so ist ein Ausbruch der Krankheit gut zu verhindern. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass die Krebserkrankung meist langsam und unbemerkt entsteht. Daher ist Vorsorge und Früherkennung von großer Bedeutung. Lass uns das Ganze mal genauer betrachten:
Wie entsteht Darmkrebs?
Meist entsteht Darmkrebs im Dickdarm oder Enddarm. Zunächst kommt es oft zu kleinen Wucherungen der Darmschleimhaut, sie werden Polypen genannt. Mit der Zeit können daraus bösartige Tumore bilden.
Gewisse Risikofaktoren können eine Erkrankung wahrscheinlicher machen. Eine ungesunde Ernährung, die durch viel rotes Fleisch und Wurst und wenig Ballaststoffe geprägt ist, kann Nährboden für Darmkrebs bilden. Auch das Rauchen und viel Alkohol sind schädlich, da sie die Zellveränderung im Darm fördern. Sind in der Familie bereits Darmkrebsfälle aufgetreten, ist das Risiko einer eigenen Erkrankung erhöht. Ein deutlicher Anstieg des Risikos besteht ab dem 50. Lebensjahr, wobei Darmkrebspatienten immer jünger werden.
Diese Warnzeichen solltest Du ernst nehmen
Wie bereits oben erwähnt, treten Symptome und Beschwerden meist erst in späteren Stadien auf. Die Stuhlgewohnheiten können sich ändern, es kommt beispielsweise zu Durchfall oder Verstopfungen. Ein weiteres Warnzeichen ist Blut im Stuhl oder auch ein besonders dunkler Stuhl. Teilweise geht Darmkrebs mit unerklärlichem Gewichtsverlust einher und kann Bauchschmerzen, Blähungen oder auch Völlegefühl hervorrufen. Müdigkeit und Leistungsschwäche sind möglicherweise ein Hinweis auf Blutarmut.
Dies sind selbstverständlich alles nur Indikatoren und müssen nicht zwangsläufig auf Krebs hindeuten. Wichtig ist daher die ärztliche Abklärung der Beschwerden.
Vorsorge und Früherkennung - So funktionierts
Die Vorsorge ist eine der wirksamsten Präventionsmaßnahmen überhaupt. Mit ihr ist es möglich, Veränderungen im Darm zu erkennen, bevor sie gefährlich werden.
Ab dem 50. Lebensjahr übernehmen die Krankenkassen in Deutschland Darmkrebsvorsorgeangebote.
So kann ein Stuhltest, ein immunologischer Test auf verborgenes Blut, beansprucht werden. Der Stuhl wird auf menschliches Blut getestet, welches durch Darmkrebs abgesondert werden kann.
- 50 - 54: Jährlicher Test möglich
- ab 55: Test alle zwei Jahre, wenn sich gegen Darmspiegelung entschieden wird
Bei Vorbelastungen sind teilweise auch Vorsorgeangebote in frühen Jahren möglich. Da Darmkrebspatienten immer jünger werden, sind Vorsorgeangebote ohnehin bereits ab 35 Jahren sinnvoll.
Zu den Vorsorgeangeboten gehört auch die Koloskopie, eine Darmspiegelung, welche ebenfalls ab 50 Jahren beansprucht werden kann.
Das kannst Du selber tun
Neben der ärztlichen Vorsorge kannst Du selber einiges tun, um das Risiko einer Darmkrebserkrankung zu senken. Ausschlaggebend ist eine gesunde Ernährung, bestehend aus Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Ballaststoffen. Auch die Bewegung sollte nicht zu kurz kommen. Diese kann auch dazu beitragen, Dein Normalgewicht zu halten; Übergewicht erhöht das Risiko einer Erkrankung. Außerdem solltest Du ausreichend Wasser trinken und auf den Alkohol- und Nikotinkonsum verzichten.
Behandlung
Je früher die Krankheit erkannt wird, desto schonender und erfolgreicher kann sie behandelt werden. Die Heilungschancen sind durch frühzeitiges Handeln sehr hoch. Wie genau der Darmkrebs schließlich behandelt wird, hängt vom Stadium ab.
Möglich ist eine Entfernung des Tumors und des betroffenen Darmabschnitts durch eine Operation. Bei fortgeschrittenen Stadien kann Chemotherapie oder Bestrahlung zum Einsatz kommen. Um Rückfälle zu verhindern, folgen meist regelmäßige Kontrollen.
Fazit
Darmkrebs ist gefährlich - aber gut vermeidbar. Wer regelmäßig zur Vorsorge geht und auf seinen Lebensstil achtet, kann sein Risiko deutlich senken. Darum scheu Dich nicht und nutze die Vorsorgeangebote. Früherkennung kann den entscheidenden Unterschied machen - für Deine Gesundheit und Dein Leben.